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Psycho-Blog vom 13.08.2008 - gegen 09.00 Uhr MESZ - Perma-Link

- Essen nach Plan? -

Kann sich zufällig noch jemand an die "nationale Verzehrstudie" erinnern, die Bundesminister Seehofer Anfang des Jahres vorgestellt hat? Die Hälfte aller Frauen und zwei Drittel der Männer sind demnach zu dick! Vor allem natürlich die Unterschicht.

Von unterschiedlichen Seiten wird bemängelt, dass sich zu wenige Menschen nach einem bewussten Plan ernähren. Dass wir zu fett essen und v.a. zu viel Fleisch.

Ggf. noch gespickt mit ideologischen Argumenten zum Tierschutz. Als ob es in der Natur nicht gang und gäbe wäre, dass Tiere fressen und im weiteren gefressen werden. Und wir stehen als Allesfresser nun mal mit an der Spitze der Nahrungskette (manchmal vielleicht noch unter dem Weißen Hai, dem Bengaltiger oder dem Grizzly-Bären).

Ich stelle mir gerade vor, wie einer von diesen Gutmenschen versucht, einen Hai oder Löwen durch gutes Zureden zum Vegetarier umzuerziehen

Und dann immer wieder die alte Leier von argentinischen Rindern, die Unmengen von Methan erzeugen. Was man natürlich ohne weiteres auch auf Schweine und Geflügel übertragen kann. Aber vermutlich möchte man aus politischer Korrektheit ggü. gewissen anderen Leuten wieder nicht deutlich machen, dass auch Schweinefleisch gegessen werden kann.

Vermutlich sollten wir uns ja alle ein Beispiel an Magersüchtigen nehmen. Die nach Plan pro Tag vielleicht einen Joghurt und einen Apfel zu sich nehmen

Dabei wird zudem davon ausgegangen, dass jeder Mensch denselben "Bedarf an Nährstoffen" hat. Unabhängig von der ausgeführten Tätigkeit oder dem Geschlecht und damit verbundenen Besonderheiten.

Dabei kann man davon ausgehen, dass ein Organismus selbst weiß, was ihm gut tut, und sich ohne störende äußere Einflüsse auch dementsprechend verhält. – Tiere, die krank sind, suchen sich beispielsweise in der Natur bestimmte Kräuter, die dem Abhilfe schaffen. Manchmal sind Tiere einfach intelligenter. Viele Menschen, die irgendwo mit jemandem zusammen leben, lassen sich dagegen irgend etwas vorsetzen. Worunter natürlich insbesondere Kinder zu leiden haben.

Wenn ich z.B. (ganz selten) Probleme im Magen-Darm-Bereich habe, esse ich in diesem Zeitraum (von ein bis max. zwei Tagen) überhaupt nichts, bis ich das Gefühl habe, dass sich das wieder beruhigt habe. Ich hasse Zwieback und irgendwelchen Schleim aus Haferflocken, was sich dann manche reinwürgen lassen! Anschließend kann ich dann relativ schnell wieder etwas Richtiges essen, typischerweise etwas knusprig Gebratenes aus Fleisch. Was mir dann auch gut tut und keine Probleme bereitet

Ein Problem ist auch, dass wir uns heute im Gegensatz zu unseren Vorfahren weniger bewegen. Wir sollten vielleicht öfter mal zum Jagen oder Sammeln von Beeren in die Natur rausgehen Aber auch die arbeitenden Menschen vor zwei oder drei Generationen dürften sich im Rahmen ihrer Tätigkeit noch mehr bewegt haben als die heutigen Büromenschen oder Fließbandarbeiter.

Und wenn wir Frust haben, greifen wir in irgendeiner Weise auf Süßes zurück, was uns dann vorübergehend glücklich macht. Darauf zu verzichten, lässt sich allerdings nicht einfach planen. Da muss an den Quellen der Frustration gearbeitet und nach Alternativen des Umgangs damit gesucht werden.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass wir uns zu wenig Zeit nehmen, ein Essen zu genießen. Was dem Fastfood einen Vorteil verschafft. Und dass wir gewohnt sind, "geregelte Mahlzeiten" einzuhalten, unabhängig davon, ob wir wirklich Hunger haben.

Übrigens kommt man nicht dafür ins Fegefeuer, wenn man seinen Teller nicht abgegessen hat. Zumindest gibt es keine Berichte davon.

Ernährst Du Dich noch oder genießt Du schon?

Ich persönlich habe keinen "Bedarf an Nährstoffen", sondern ein Interesse an einer gesunden Ernährung, die auch mit Genuss verbunden ist. Dabei vertraue ich lieber auf meinen Körper als auf irgendwelche Ratgeber, die möglicherweise noch von irgendwelchen Konzernen bezahlt werden. Man/frau muss sich allerdings Zeit dafür nehmen, auf seinen Körper zu "hören". DESHALB verzichte ich auch auf bestimmte Fastfood-Gerichte. Bzw.: Ich habe gar keinen Appetit danach. Oder nur ganz ganz selten.


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Gesunde und genussvolle Ernährung bedeutet nicht, einen Ernährungsplan aufzustellen, sondern achtsam im Hier und Jetzt zu leben und ganz bewusst zu essen!

Na gut: Ich selbst bin, was meine Ernährungsweise anbelangt, bestimmt nicht perfekt ... v.a. bewege ich mich manchmal doch noch zu wenig und habe in Stresssituationen zu viel Schokolade herumliegen

...

Der Grund, weswegen ich heute auf dieses Thema gekommen bin, ist ein Artikel von Udo Pollmer zu der eingangs erwähnten "nationalen Verzehrstudie", den ich zufällig beim Googeln gefunden habe:

Seehofers Milchmädchenreport
(EU.L.E.n-Spiegel)

Vor etlichen Jahren bin ich zum ersten Mal auf ein Buch dieses Lebensmittelchemikers gestoßen, der sich intensiv mit den verschiedensten Ernährungmythen auseinandergesetzt hat. Kann ich jedenfalls nur empfehlen, diesen Autor!


Eingeordnet in: Zum Nachdenken / Wissenswertes


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Bisher 1 Kommentar


1. Kommentar von Ruhrpott-Bambi gepostet am 13.08.2008 / 18:45 Uhr:
So hat es ich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. Wer früher "braungebrannt" und dünn war, gehörte zu den wenig begüterten. Die fetten, weißen dagegen waren die gut betuchten. heute ist es umgekehrt.. Verrückte Welt.

Anmerkung des Webmasters: Danke für Deinen Kommentar


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