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Psycho-Blog vom 04.06.2008 - gegen 09.00 Uhr MESZ - Perma-Link

- Gestaltwahrnehmung beim Lesen von Texten -

Wenn wir (als geübter Leser) einen Text lesen, dann analysieren wir die einzelnen Wörter üblicherweise nicht Buchstabe für Buchstabe, sondern wir nehmen das einzelne Wort als etwas Ganzes, als eine "Gestalt" wahr.

Durch jahrelanges Geübtsein im Lesen hat sich ein umfangreiches Wissen um Tausende und Abertausende Wortgestalten gebildet, die wir beim Lesen spontan erinnern. In Abhängigkeit vom jeweiligen Text bilden wir dabei auch gewisse Erwartungen, welche Wörter mit einer höheren Wahrscheinlichkeit vorkommen. Wenn wir beispielsweise einen Text lesen, in dem es Rezepte geht, werden wir eher das Wort "Kartoffel" als das Wort "Pantoffel" erwarten und beim schnellen Lesen möglicherweise das letztgenannte Wort als das erstgenannte interpretieren.

Dem Ganzen liegt auch ein ökonomisches Prinzip zugrunde, weil die buchstabenweise Analyse sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.

Dabei übersehen wir auch ganz gern vorhandene Fehler.

Nehmen wir z.B. das Wort "Schwcrpunkt" ... wer von euch hat sofort bemerkt, dass das "e" durch ein "c" vertauscht worden ist?

Aber auch Fehler, die noch auffälliger sind, werden beim Lesen eines umfangreichen Textes schnell einmal übersehen. Insbesondere dann, wenn es sich um einen selbst verfassten Text handelt, denn man noch einmal kontrollieren möchte, bevor man ihn an irgendwen abschickt

Auffälligerweise funktioniert das gestalthafte Lesen sogar dann, wnen enzielne Bchustanebn in eniem Wrot vretuashct wroden snid, wnen die Wrtöer nchit zu lnag snid und Afnngsbhcutsabe siwoe Ednbchustbae biebheatlen wreedn

Das ist darauf zurückzuführen, dass wir geradezu bestrebt sind, Wahrgenommenes an eine "gute Gestalt" anzupassen. Es findet so etwas wie Kopfkino statt. Wir sehen, was wir sehen wollen...

Schwieriger dagegen ist das LESEN EINES TEXTES ALLEIN IN GROSSBUCHSTABEN, WEIL DANN NICHT MEHR DIE BEKANNTEN WORTGESTALTEN ZU ERKENNEN SIND.

Eine Zeitverzögerung beim Lesen tritt des weiteren auch dann auf, wenn auf groß- und kleinschreibung und auch satzzeichen verzichtet wird wie das manche aus bequemlichkeit im chat oder in emails tun

Etwas größer ist die Zeitverzögerung, WeNn GrOß- uNd KlEiNsChReIbUnG cOoLeRweIsE iM StEtEn WeChSeL AuFtReTeN

Erst wenn es sich um ein völlig neues Wort handelt, analysieren wir das Wort Buchstabe für Buchstabe. Wenn es uns denn auffällt, dass es sich tatsächlich um ein neues Wort handelt. Ansonsten kann es eher noch passieren, dass wir glauben, ein bereits bekanntes Wort von völlig anderer Bedeutung zu lesen.

Man sollte jedenfalls häufiger genau hinschaun, was es denn da zu lesen gibt. Damit man nicht einzelne Buchstaben übersieht oder gar zusätzliche Buchstaben in ein Wort hineinkonstruiert:



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Bisher 4 Kommentare


1. Kommentar von Eveline gepostet am 04.06.2008 / 15:18 Uhr:
*LOL* Ich weiß gar nicht, was du hast - aber du hast da ein paar Tippfehler im Text

Anmerkung des Webmasters: Danke für Deinen Kommentar

Dafür hast Du Dich bei der Angabe des Themas vertippt

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2. Kommentar von Trommlerin gepostet am 04.06.2008 / 16:48 Uhr:
Also ehe ich es vergesse, warst du schon mal in Schniedel? Die Erfahrung mit dem eigenen fehlerhaften Text, hab ich schon öfter gemacht. Mein Kopf weiß was ich meine und korrigiert es beim Durchlesen für mich und deshalb bleibt es manchmal so stehen. Schade nur, dass die nachher lesenden Köpfe nicht so reagieren. Ähm... konntest du das verstehen Falk? Liebe Grüße ~ T

Anmerkung des Webmasters: Danke für Deinen Kommentar

Ich habe das verstanden

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3. Kommentar von Claudia gepostet am 06.06.2008 / 23:49 Uhr:
also ich habe das Phänomen, dass ich einen Text am Bildschirm sehe und mir die Fehler darin nicht auffallen, doch kaum habe ich die Seite ausgedruckt und auf Papier, springen sie mich förmlich an. Bei meinem Buch war es auch so. Die zweite Auflage wird (ver)besser(t).
Allerdings ist mir in Deinem Text aufgefallen, dass es wohl UM Rezepte gehen muß, damit wir keine Pantoffel kochen. Und ich habe nicht SchNiedel gelesen


Anmerkung des Webmasters: Danke für Deinen Kommentar

Wie kommst Du denn jetzt auf dieses Wort?

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4. Kommentar von Hendrik gepostet am 09.06.2008 / 10:44 Uhr:
Das Ganze ist halt mehr, als die Summe seiner Teile. Ein Grundsatz der PsychoLogik, den Naturwissenschaftler nicht ganz so einfach nachvollziehen können.

Anmerkung des Webmasters: Danke für Deinen Kommentar

Allerdings verstehe ich mich durchaus auch als Naturwissenschaftler. An der Uni, an der ich studiert habe, ist Psychologie jedenfalls der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften zugeordnet


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